| Frauen in Wissenschaft und Forschung |
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| von Maggy Betger
Deutschland ist eines der Länder, das überdurchschnittlich viel in die Forschung investiert. Institute wie Max-Planck und Fraunhofer sind lediglich zwei Beispiele der vielen Forschungseinrichtungen. Gute Aussichten also für Studenten und zukünftige Forscher. Allerdings scheinbar nicht für Frauen. Lediglich 5,2 % der Führungspositionen an solchen außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind von Frauen besetzt. Und damit ist Deutschland fast Schlusslicht in Europa. Wie sieht es hier aber an den Unis aus? Auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht. Im Jahr 2002 waren erstmals mehr Studentinnen als Studenten eingeschrieben. Trotz dieser günstigen Ausgangslage werden aber nur ein Drittel aller Doktorarbeiten von Frauen verfasst und die Quote der Professorinnen liegt lediglich bei ca.10%. Grund hierfür kann eigentlich nicht der fehlende Forscherdrang der Frauen sein: So entwickelte Ada Byron bereits 1840 mit Hilfe mechanischer Rechenmaschinen ein Zählregister für arithmetische Abläufe, das heute als die erste Computersprache überhaupt angesehen wird. Ohne weiblichen Erfindungsgeist gäbe es heute keine Geschirrspüler (erfunden 1886), keine Scheibenwischanlagen (1903), keine Fallschirmpakete (1914), keine Wegwerfwindeln (1951) und kein Tipp-Ex (1951). Marie Curie, eine der wohl bekanntesten Wissenschaftlerinnen, bekam gleich zweimal den Nobelpreis. Erstmals 1903 in Physik für ihre Pionierleistung auf dem Gebiet der spontanen Radioaktivität und der Strahlungsphänomene. 1911 folgte der Nobelpreis in Chemie für die Isolierung des Elementes Radium und die Entdeckung des Elementes Polonium. Ihre Tochter Irène Joliot-Curie trat in die Fußstapfen ihrer Mutter und bekam 1935 ebenfalls den Nobelpreis in Chemie auf dem Gebiet der Radioaktivität. Jenny Gusyk sei hier auch noch erwähnt, die zwar keine Forscherin war, aber immerhin die erste Studentin der Uni Köln. Sie immatrikulierte sich im Jahr 1919, ein Jahr bevor Frauen das Recht bekamen zu habilitieren und 19 Jahre nachdem ihnen 1900 volles Immatrikulationsrecht zugestanden wurde. Heute gibt es an jeder Hochschule sogar einen Frauenförderplan und eine Gleichstellungsbeauftragte, die darauf achtet, dass Gesetze zur Frauenförderung eingehalten und Frauen bei Personaleinstellungen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden. Was sind aber dann die Gründe für den dennoch geringen Frauenanteil in der Wissenschaft und Forschung in Deutschland? SpiriTV sprach mit der Gleichstellungsbeauftragten der Fachhochschule Köln, Frau Dipl.-Ing. Gabriele Drechsel:
Info-Links: www.uni-koeln.de/organe/gleichstellungsbeauftragte www.cews.uni-bonn.de
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