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Zugang zu internationalen Organisationen
Deutschland ist Mitglied in rund 200 internationalen Organisationen. Dazu gehören u.a. die UNO, OECD, NATO, EU und der Europarat. In vielen dieser Organisationen ist Deutschland unterrepräsentiert. So sind z.B. nur etwa 4% der UN-Mitarbeiter Deutsche, in anderen Organisationen sieht es nicht viel besser aus. Daher besteht von deutscher wie von internationaler Seite ein großes Interesse an deutschen Mitarbeitern in diesen Organisationen. Wie schafft man nun aber den Einstieg? Die Hürden sind riesengroß, unüberwindlich – oder? Das "Zauberwort" für den Einstieg sind die "internships", also Praktika. Fast alle Organisationen bieten diese Praktika mit einer Dauer von 3 bis 6 Monaten, einige auch bis zu 9 Monaten an. Bewerben können sich Studis mit einem international ausgerichteten Studium. Die Interessenten setzen sich am besten mit dem BFIO (Büro für Führungskräfte des Arbeitsamtes) in Verbindung, dort gibt es gezielte, individuelle Beratung über Einstiegsmöglichkeiten. Das BFIO (www.arbeitsamt.de/hst/international/arbausl/arbintorg/index.html) leitet die Unterlagen an das Auswärtige Amt weiter, auch dort findet man im übrigen unter www.auswaertiges-amt.deà Stellenangebote à Internationale Organisationen Ausschreibungen. Das AA bietet eine Menge Unterstützung, Vorbereitungsseminare und Coaching an, um so die Chancen für eine erfolgreiche Teilnahme an diesen Verfahren zu erhöhen. Es besteht sogar die Möglichkeit, ein Praktikum bei der UNO in Bonn (www.uno.de/praktika/deutsch.htm) zu absolvieren. Dieses läßt sich so einrichten, dass man 2-3 Tage pro Woche dort arbeitet und dabei seine Uni-Stunden auch noch besuchen kann. Gute Chancen bieten sich fast immer bei den UN-Volonteers. Diese Praktika werden zwar im allgemeinen nicht bezahlt, Horizonterweiterung ist aber bekanntlicherweise sowieso unbezahlbar. Dazu gehören wertvolle Kontakte zu Menschen, die bereits im internationalen Umfeld tätig sind und aus den unterschiedlichsten Ländern stammen, außerdem entwickelt man interkulturelle Fähigkeiten durch das Leben und Arbeiten in anderen Ländern. Im Lebenslauf machen sich diese Praktika ausgezeichnet und erhöhen die Aussichten auf begehrte, weil lukrative Jobs, auch wenn die Berufsplanung nicht in diese Richtung weist. Zudem bekommt man durch die "internships" "Stallgeruch" innerhalb der Organisationen – und das kann entscheidend sein für die zukünftige berufliche Laufbahn. Wichtig für die Bewerbung auf ein Praktikum ist eine Abschlußarbeit mit internationaler Thematik. Für viele Studis sind diese Praktika aus Eigenmitteln nicht finanzierbar, daher wird eine Reihe von Fördermöglichkeiten angeboten, z.B. aus Mitteln des DAAD (www.daad.de) oder des Arbeitsamts. Das DAAD-Programm heißt "Carlo-Schmid-Programm für Praktika in Internationalen Organisationen und EU-Institutionen", zur Zeit ist gerade die "Vierte Ausschreibung" aufgelegt. Möchte man später fest in einer dieser Organisation arbeiten, so geht es wieder die Ochsentour durch die diversen Bewerbungsverfahren. Auch hier gibt es die oben schon angesprochenen Hilfen, denn auch von Regierungsseite besteht der Wunsch, ihre Sicht der Dinge durch möglichst zahlreiche Repräsentanten auf internationaler Ebene vertreten zu lassen. Die Auswahlverfahren sind recht unterschiedlich. Bei der EU werden "Concours" (www.eu-careers.com) durchgeführt, bei den UN "National Competitive Recruitment Examinations" (www.uno.de/arbeit). Im Rahmen des BFIO-Programms "Beigeordnete Sachverständige" (www.arbeitsamt.de/hst/international/publinks/publikationen/progbeigsachv.pdf) arbeitet man zwei Jahre in internationalen Organisationen, das Gehalt kommt aus dem Bundeshaushalt. Einzelne internationale Organisationen führen eigene Nachwuchsprogramme durch, sehr selten gibt es auch Einzelausschreibungen. Hat man diese Auswahlverfahren glücklich bestanden, so steht man auf einer Warteliste, und wenn ein entsprechender Posten frei wird, wird man in diesen übernommen.
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