|
Get 2001 - Japan für Anfänger |
|
|
von Daniel Dündar Kulturen verstehen lernen! Unter diesem Motto soll zum zweiten Mal im nächsten Jahr
ein Austausch zwischen der Universität zu Köln und der Hitosubashi-Universität
in Tokio stattfinden. Die Ursprünge des Projektes liegen in einer engen Zusammenarbeit zwischen den beiden Wiso-Fakultäten der beiden Unis. Aus dieser Zusammenarbeit entstand die Idee, einen Austausch zu organisieren. Der natürlich angenehmen Nebeneffekts der zweiwöchigen Reise in das andere Land sollte dabei aber weniger, oder besser nicht nur unter touristischen Merkmalen gesehen werden, sondern vielmehr dazu, das andere Land, seine Leute und seine Gebräuche besser zu verstehen. Ein wichtiger Punkt dafür ist die Tatsache, dass man bei seinen jeweiligen Austauschpartnern schlafen sollte. Doch schon bei dieser Planung zeigt sich, auf welche Probleme man bei einem solchen Projekt stossen kann. Bei den Japanern ist es nämlich nicht ohne weiteres möglich, jemanden aufzunehmen, da sie teilweise in derart beengten Räumen wohnen, dass die Aufnahme von Gaststudenten eine Utopie wäre. Des weiteren muß ein ausgelichenes Verhältnis von Männern und Frauen hergestellt werden, da die japanischen Frauen nicht bei deutschen Männern schlafen wollen. Schon bei diesen Kleinigkeiten deutet sich an, dass es sich halt um eine ganz andere Kultur handelt und das wissen wir nicht erst, seid wir uns durch die Horden von japanischen Touristen davon überzeugen konnten, dass auch das Urlaubsverhalten ein anderes ist, als bei uns. Doch genau dort setzt der Austausch an. Es soll ein Einblick in das kulturelle, aber auch das wirtschaftliche und politische Leben des Landes gewährt werden. Dafür werden auf beiden Seiten Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet, die einige Monate vor den Reisen abgestimmt werden. So werden z.B. unter dem Stichwort "Marketing" sowohl in Japan, als auch in Deutschland Firmenbesichtigungen gemacht und hinterher in Arbeitskreisen gemischter Gruppen Unterschiede, Gemeinsamkeiten und individuelle Arbeitsweisen unter die Lupe genommen. Eine spezifische Sache des Projektes ist auch das Arbeiten im Team, denn das gesamte Programm in einem Land (Firmenbesichtigungen, Spring Academy, Politikergespräche, kulturelle Ereignisse) wird ausschließlich von den Teilnehmern selber organisiert. Das setzt im Vorfeld des Ganzen eine Menge Zeit und dementsprechend Arbeit voraus. Sponsoren, Professoren für die Spring Academy und Schirmherren (voraussichtlich Fritz Schramma) suchen, sind da nur einige der Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Bei der Finanzierung des Ganzen ist man schon darauf angewiesen, dass einem Sponsoren unter die Arme greifen, da es sich aber um ein ergebnisorientiertes Projekt handelt, konnte man im letzten Jahr durchaus Firmen für diese Sache gewinnen. Dennoch soll nicht der Eindruck entstehen, dass es sich um ein verbissenes Arbeitsprojekt handelt. Der Spass, die Erfahrung und die Neugier ein Land mal von einer ganz anderen Seite kennen zulernen spielt eine ebenso wichtige, wenn nicht entscheidendere Rolle, als die Arbeitsprojekte. Es muß sich halt nur jeder, der Interesse an dem Projekt bekommt darüber im Klaren sein, dass es kein billiger Japan-Trip ist, sondern schon mehr dahinter steckt. Und wie bei jedem Projekt, bei dem verschiedene Leute zusammenarbeiten, kann bei zu extremer Divergenz der Arbeitsmoral leicht eine Spannung entstehen. Das Projekt für das nächste Jahr ist schon in vollem Gange, aber ein Hauptaugenmerk der Initiatoren des ersten Jahres war es auch ein Projekt zu schaffen, welches sich quasi verselbstständigt und zu einer Institution wird. Förderlich für den Zusammenhalt der Gruppe ist aber auf jeden Fall, dass die Teilnehmerzahl mit 17 im letzten und sogar nur 13 in diesem Jahr sehr knapp bemessen ist. Das führt zwar zu einem persönlichen Klima, hat aber auch den Effekt, dass es eine Menge Leute gibt, die leider nicht mitmachen können, da sie sich zu spät gemeldet haben. Trotz aller Arbeit waren die Erfahrungen der Teilnehmer diesen Jahres überwältigend und im Endeffekt standen natürlich auch der Kölner Karneval (Für die Japaner natürlich ein kulturelles Highlight) und im Gegenzug wilde Karaokeparties in der Innenstadt von Tokio auf dem Programm. Fazit: Wer Japan und seine Menschen, ihr wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Leben kennen lernen möchte und dabei auch den Spass in und mit einer Gruppe engagierter deutscher und japanischer Studenten nicht zu kurz kommen lassen will, ist hier bestens aufgehoben. Wer mehr Infos haben möchte, wendet sich bitte an: weitere Informationen im Internet: |
|
|
Wie gefällt Euch dieser Beitrag? Sagt uns Eure Meinung im Forum !!!
|
|
![]()
© SpiriTV
e.V. 2001. Impressum
SpiriTV e.V. ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Seiten.
Hinweise zum RealPlayer