| Travailler en France |
|
| Travailler en France – Stellensuche und Arbeitsmarkt in Frankreich Arbeiten im schönen Frankreich und dabei "vivre comme Dieu en France" – das ist sicherlich für viele ein verlockender Gedanke. Doch Arbeitsmarkt, Stellensuche und Arbeitsmodalitäten unterscheiden sich in einigen Teilen deutlich von den Bedingungen in Deutschland. Will man erfolgreich sein, muss man einige Punkte strikt beachten. Die Vermittlung von hochwertigen Stellen liegt mehr noch als in Deutschland in Händen von entsprechenden Agenturen: "Cabinets de recrutement" (hochkarätige "Personalvermittler") und "Chasseurs de tête" (die wohlbekannten "Headhunters" also). Eine dieser Agenturen, die sich vor kurzem in Bonn vorstellte, ist die APEC (www.apec.fr). Jean-Francois Rieffel gab wertvolle Hinweise über Jobsuche und Bewerbungsmodalitäten in Frankreich. Die Traditionen werden in Frankreich hochgehalten. In den kleinen Unternehmen, bei denen ein Drittel der Bewerber eine Stelle findet, hat der "patron" alleine das Sagen, er höchstpersönlich nimmt die Einstellungen vor. Bei den großen Unternehmen werden die Einstellungen mehrheitlich über "Cabinets de recrutement" und das französische Arbeitsamt (www.anpe.fr) abgewickelt. Man kann Initiativbewerbungen abschicken oder sich auf Zeitungsanzeigen oder – fast noch wichtiger als Informationsquelle – Internetanzeigen bewerben. Nur 30% der offenen Stellen werden veröffentlicht! Alle anderen Jobs werden anderweitig vergeben. "Networking" ist hier der einzige Weg zum Ziel, sonst könnte einem der absolute Traumjob glatt durch die Lappen gehen! Eine andere Einstiegsmöglichkeit besteht über Praktika, eventuell auch über Zeitarbeitsagenturen, letztere Option gilt aber eher nicht für hochwertige Jobs. Die Stellenanzeigen in den nationalen Zeitungen erscheinen an unterschiedlichen Wochentagen, also nicht unbedingt mittwochs oder samstags wie hierzulande. Wie erfährt man diese Tage? Aus dem Internet, deinem Freund und Helfer. Daneben gibt es natürlich die unterschiedlichsten Fach- und auch Regionalzeitschriften. Das Anschreiben ("lettre de motivation") sollte keinesfalls mehr als eine Seite umfassen. Die dreiteilige Gliederung umfaßt die Punkte "Sie - die Firma", "Ich und meine Kompetenzen, die für das Unternehmen interessant sein könnten" und "Wir – was können wir zusammen tun". Für Ausländer selbstverständlich mit einer Begründung, warum sie in Frankreich arbeiten möchten. Auch für den Lebenslauf ("Curriculum Vitae") gibt es feste Vorgaben. An erster Stelle hervorzuheben sind hier die Fähigkeiten sowie die Berufserfahrung. Ganz wichtig ist der in Deutschland etwas vernachlässigte Teil über Freizeit, Hobbies und persönliche Neigungen, also Sport, kulturelle Interessen, Reisen etc.. Auf gar keinen Fall sollten Kopien oder Zeugnisse etc. mitgeschickt werden. Eine Bewerbung besteht einzig und alleine aus Anschreiben und Lebenslauf. Der französischer Arbeitgeber legt beim Einstellungsgespräch ("entretien de recrutement") besonderen Wert darauf, dass der Bewerber die Fähigkeiten, die dem Unternehmen von Nutzen sind, zu 100% beherrscht. Auch die Motivation, warum sich der Bewerber ausgerechnet für dieses und kein anderes Unternehmen entschieden hat, sowie die Persönlichkeit spielen eine entscheidende Rolle. Es ist also nicht ganz einfach, auf dem dortigen Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein – trotzdem: Bonne chance! Weitere Info auch unter www.arbeitsamt.de/zav/services/index.html.
|
|
|
Wie gefällt Euch dieser Beitrag? Sagt uns Eure Meinung im Forum !!!
|
|
![]()
© SpiriTV
e.V. 2001. Impressum
SpiriTV e.V. ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Seiten.
Hinweise zum RealPlayer