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von Sabine Caffier
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| an einem Kanal in Amsterdam |
Schon immer mal wollte ich in diese holländische Stadt fahren,
von der mir doch so viele schon erzählt hatten. Nicht weit weg von Köln
und bei den meisten sehr beliebt - aus den verschiedensten Gründen - na
klar, die Rede ist von Amsterdam. Als Geburtstagsüberraschung für meinen
Freund geplant ging es dann auch an einem Freitagmittag endlich los. Nach
ca. vier Stunden Fahrt und einigem Stau waren wir an unserem Ziel angelangt,
nämlich am Hafen in Amsterdam, wo wir 'unser' Schiff - ich sollte es wohl
eher als grosses Boot bezeichnen -, die 'Elodie', zu finden hofften, auf
welchem wir vorhatten, die zwei Nächte zu verbringen. Wer nicht unbedingt
viel Platz braucht und gerne Wasser um sich hat, dem kann ich nur raten,
es mal mit einer Übernachtung auf einem Boot zu versuchen, denn das tägliche
Vorbeiziehen der Schiffe, das sanfte Schaukeln des Bootes, das die besten
Träume garantiert, und der schöne Ausblick auf die Stadt sind einfach
umwerfend!
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| im Rotlichtviertel |
Da ich das erste Mal in Amsterdam war und natürlich sofort
die Stadt sehen wollte, vertraute ich mich der Führung meines Freundes
an, der Amsterdam zum Glück schon kannte, und los gings. Mir war es absolut
unmöglich, mich in den Strassen zurechtzufinden; ob man geradeaus und
dann rechts, oder erst rechts und dann links oder ... geht, ist völlig
egal, aber eins ist sicher: Früher oder später verliert man auf jeden
Fall die Orientierung! Da Amsterdam ja von zahlreichen Kanälen durchzogen
ist, kommt es einem so vor, als würde man ständig über Wasser laufen,
was der Stadt eine ganz eigene reizvolle Atmosphäre verleit. Mitten im
Stadtzentrum, und so auch für jeden schon fast unumgänglich, liegt das
bekannte 'Red Light District', welches wahrscheinlich für die männliche
Bevölkerung anregender ist als für die weibliche. Aber sehen sollte man
es definitiv, denn all die roten Lämpchen an den kleinen, eng nebeneinander
liegenden Häuschen verbreiten in einem gewissen Sinne eine romantische
Stimmung, wenn man mal von dem Zweck ihres Daseins absieht. Ob kleine,
grosse, dicke, dünne, dunkel- oder hellfarbige Frauen - hier wird alles
geboten! Und selbst wenn es einen nun nicht unbedingt in die kleinen sterilen
Räume hineinzieht, so ist es doch einen Gang durch die 'roten Gassen'
wert, v.a. sollte man einmal durch die engste und schmalste aller Gassen
spazieren; sie hat ihren ganz eigenen Reiz! Die zweite Attraktion Amsterdams
sind wahrscheinlich die berühmten Coffee Shops, vor denen man doch immer
mal wieder eine arme Person sehen kann, die sich wohl noch an das Menü
der kleinen verrauchten, aber urgemütlichen Cafes gewöhnen muss. Auch
hier machten wir natürlich Station und dabei kann ich v.a. 'The Greenhouse
Effect' empfehlen, das mit guter Musik und einer nicht zu knappen Auswahl
im schon erwähnten Menü so manch einen beglücken wird!
Nachdem wir es die erste Nacht noch locker hatten angehen
lassen, sollte die zweite Nacht ganz im Zeichen von Party, Clubs und Abrocken
stehen, wofür man in Amsterdam nicht lange einen passenden Ort suchen
muss. Auch hier kann ich natürlich nur wieder von den Orten berichten,
die ich selber besucht habe, aber dafür lohnen sich diese auch um so mehr!
War es im ersten Club noch eine verhältnismässig kleine Tanzfläche mit
ausgebeulten supergemütlichen Sofas an den Seiten, funky music und einer
recht grossen Anzahl von Menschen ('The Lounge'), so schien der zweite
Club - 'The Mao' - absolut riesig zu sein! Bullige Türsteher untersuchten
uns von oben bis unten, legten uns aber nur ans Herz, beim Gehen bloss
nicht zu vergessen, ihnen ein Trinkgeld zu geben, was noch nicht so den
besten Eindruck machte; aber einmal drinnen war uns alles egal! Eine riesige
Lounge eröffnete sich vor uns, bestückt mit schwarzen und weissen Sesseln,
und dahinter lag über die ganze Breite sich hinziehend die Tanzfläche.
Ein Screen hinter dem DJ- Pult vervollständigte das Bild, auf dem mal
das Meer, mal das Weltall oder auch nur Lichtspiele zu bewundern waren.
Auch wir mischten uns gleich unter die tanzende Menge und genossen die
paar Stunden bis 4 Uhr - Closing Time - in vollen Zügen. Auch die 'After
Party' nahmen wir noch mit, bis dann der Morgen graute und ein gemütliches
Bett doch sehr einladend auf uns wirkte. Ein paar Stunden Schlaf, ein
letzter Spaziergang, und schon saßen wir wieder im Auto auf dem Weg nach
Köln.
Wie ihr also sehen könnt lohnt sich Amsterdam in jedem Fall,
ob zum relaxen, shoppen, Party machen oder auch nur, um sich die Stadt
mal anzusehen, also packt Eure Sachen und nehmt z.B. das Angebot der Deutschen
Bahn wahr, nämlich zu zweit für nur 98DM mit dem ICE nach Amsterdam zu
fahren. Leider müsst ihr am gleichen Tag hin- und zurückfahren und das
Angebot gilt auch nur noch bis zum 31.12.2000, aber ein Tag in Amsterdam
ist besser als keiner!
In diesem Sinne: "Gute Fahrt".
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