Ringfest 2002

 

von Judith Ackermann

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Jedes Jahr im August verwandelt sich die Einkaufsmetropole Köln nun schon seit 10 Jahren für ein Wochenende in die Musikhauptstadt der Welt. Beim jährlichen Ringfest werden drei Kilometer öffentliches Straßenland der Innenstadt, zwischen Neumarkt und Mediapark, zur größten Konzertmeile der Welt umfunktioniert. Das beste daran ist: Für den Besucher kostet der Spaß nicht mal einen Cent, denn das Ringfest ist komplett kostenlos und für jeden zugänglich.

Im Rahmen der Musikfachmesse Popkomm startete das Ringfest 1992 mit vier bescheidenen Bühnen und der Intention, Nachwuchsbands die Chance vor einem größeren Publikum auftreten zu können. Im Laufe der Jahre hat sich dies alles verselbstständigt, und heute ist das Ringfest das größte Musikspektakel der Welt, auf dem sich unterm Strich für jeden Musikgeschmack etwas finden lässt. Das Outdoor-Event findet zwar immer noch im Rahmen der Popkomm statt, hat sich aber schnell zu deren publikumswirksamen Höhepunkt entwickelt.

Anlässlich des diesjährigen Jubiläums des Mega-Events hatten sich die Veranstalter diesmal jede Menge vorgenommen: Passend zum 10. Geburtstag hatte man 10 Bühnen aufgebaut auf denen insgesamt 200 Bands vertreten waren. Ob Teenie-Idole wie Jeanette, Chart-Abonnenten wie die No Angels, alternative Rockbands wie die H-Blockx, Hardcoreformationen wie Manowar oder schnelle Techno-Beats wie von Brooklyn Bounce - Alles war vertreten. Vor allen 10 Bühnen drängten sich die kreischenden Fans bei schweißtreibenden 30 Grad und feierten eine Megaparty.

Doch nicht nur Musikfans kamen dieses Jahr auf ihre Kosten, denn auch für den Sportinteressierten war einiges dabei: Als Zuschauer an der Skipiste am Josef-Haubrich-Hof, wo sowohl Snowboarder als auch Ski-Fahrer ihr Können unter Beweis stellen konnten, oder als Aktiver beim Allianz Parcours am Friesenplatz, wo man selber klettern, schwingen und balancieren konnte. Langweilig wurde es nie. Alles in allem war es ein randvoll mit Action bepacktes Wochenende mit viel heißer Musik, kühlen Drinks und jeder Menge Spaß.

Doch bei all der Freude und Sonne vergaß man natürlich nicht die Menschen aus den Flutgebieten. Deshalb entschlossen sich die Ringfest-Veranstalter für eine besondere Spendenaktion: Die Security Männer reichten leere Wassereimer durch die Menge, in die die Teenager dann etwas von ihrem Geld werfen sollten. Ziel der Aktion war es nach Ringfestorganisator Röller, möglichst 10000 Euro für Jugendzentren, Musikclubs und Musikschulen in Dresden zu sammeln, die durch die Hochwasserfluten beschädigt wurden. Entgegen der Erwartungen mancher Zweifler, die glaubten, Teenager hätten kein Geld, wanderten die Eimer bis zum Rand voll mit Kleingeld gefüllt wieder auf die Bühnen zurück. Genau 7150 Euro und 11 Cent kamen auf diese Weise zusammen.

InfoLink: www.musikfest-am-ring.de

 
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