| Neues 17 Hippies Album: IFNI |
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von Rene Westfehling
Folklore muss in Deutschland nichts mit Pfadfindern, Gamsbarthut oder Karneval zu tun haben. Ebenso wenig wie Berlin nur Ärzte, Kool Savas und Seeed hervorbringt. Als außer Kontrolle geratenes Hobby hat sich die vielköpfige Orchesterkommune, die vor zehn Jahren als Kneipen-Jam begann, mittlerweile weit nach oben gearbeitet und veröffentlichte am 26.01.04 ihr viertes Album "IFNI". Die 17 Hippies, die weder klassisch Hasch-rauchende und freie Liebe praktizierende Blumenkinder, noch zu siebzehnt sind, gelten vor allem in Berlin, aber auch in Deutschland, allen benachbarten europäischen Ländern und sogar in Teilen Amerikas als Geheimtipp. Ein ungewöhnlicher Geheimtipp, denn auch wenn sie sich mit dem Oberbegriff "Folk" fassen lassen, so sind die Hippies in ihrem Genre unheimlich vielschichtig und haben einen ganz eigenen Vibe, den sie mit "IFNI" abermals bestätigen. Mit deutschen, französischen und englischen Texten wechseln sie die Sprachen innerhalb eines Songs genauso oft die Gangart. Wenn "IFNI" im CD-Spieler kreiselt, erkennt man mal französischen Chanson, mal Polka, mal Irish-Folk, mal Jazz, mal Blues, mal Country, mal orientalische Einflüsse. Dabei entsteht eine charmante Stimmung eines Veranda-Abends mit einem Glas Rotwein bei untergehender Sonne. Die Texte handeln von Gefühlen in Liebe und Leben, und mit entsprechender Hingabe werden sie gesungen. Die zahlreichen verschiedenen Instrumente der Band, die live mal 15, mal 30 Köpfe zählt, ermöglicht ihnen dabei ausgedehnte Soli und lässt durch leichte Variation der eingängigen Sequenzen jedes Stück interessant erscheinen. Wenn man sich die Liste der Instrumente ansieht - Posaune Akkordeon, Ukulele, Geigen, Kontrabass, Percussion, Mandoline, Horn, Flöte, Klarinette und Banjo und mehr - lässt sich ungefähr erahnen, in welche Richtung der Sound geht. Die 17 Hippies sind schon ein eigenartiges Phänomen an sich. Sie erledigen ihr Business von der Note bis zur Steuer selbst, und haben über ihre fluktuierende und zahlenstarke Zusammensetzung eine völlig unübliche Bandhierarchie, in der jeder mit anpackt und das macht, was er am besten kann. So ergänzen sich alle zu einem großen Ganzen, in dem keiner die alleinige Macht hat oder kriegen könnte. In diesem Punkt machen sie ihrem Namen alle Ehre. Und diese Freiheit hört man deutlich in ihrer Musik. Auch im Film eingesetzt ("Halbe Treppe" dt. Filmpreis in Silber) und in dem einzigartigen Projekt SEXY AMBIENT HIPPIES (September ´03) mit House und elektro Ambient versetzt kann man den Hippie-Sound entdecken.
Bleibt noch die Frage nach dem ausgefallenen Albumtitel, die mir der
Ukulelist Christopher Blenkinsop gerne bei einem Kaffee im Kölner
Hbf
beantwortete:
Info-Links: Wer die 17 Hippie Live erleben will, der kann sie auf ihrer IFNI-Tour
am Das Album IFNI ist seit Mo, 26.01.04 im Handel erhältlich und garantiert Für mehr Informationen über 17 Hippies: Die Harmonie Bonn findet ihr unter:
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