| …den Spiegel vorgehalten | |||||
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von Kai Oidtmann
Auf eine leicht arrogante Weise verarbeiteten sie Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, verdrehten Positives zu Negativem und wieder zurück. Sie gaben Denkanstöße, wie man die Welt doch auch mal betrachten könnte und hielten so dem Publikum den besagten Spiegel vor. Das ganze geschah nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit viel Ironie und Augenzwinkern. Wortwitze, die dem Zuschauer normalerweise nur ein müdes Lächeln abringen, wurden von "Männerkulturen" neu arrangiert und führten zu ehrlichem Lachen. Auch heikle Themen wie Kindesmissbrauch und Völkermord behandelten "MännerKulturen" in ihrem Programm, und das nicht gerade zurückhaltend, trafen aber auch bei diesen Comedy untypischen Themen stets den richtigen Ton. Nicht nur die Akteure mussten konzentriert sein, sondern auch der Zuschauer, wollte er den schnellen Szenen- und Themenwechseln aufmerksam folgen. Für Entspannung sorgten immer wieder kurze Tanz- und Gesangseinlagen. Zur besonderen Erheiterung des Publikums sorgten auch die Kommentare zur Beziehung zwischen Mann und Frau, die von den drei Comedians nach Art einschlägiger Frauenmagazine, nur weniger ernsthaft und deutlich bissiger, behandelt wurden.
Nach zwei Stunden und zwei Zugaben, nach viel guter Laune und Gelächter, ernteten die Protagonisten des Abends viel Applaus und ließen sich zu einer Uraufführung hinreißen. In einem Lied über den Sportstudenten schlecht hin wurde das Publikum nochmals ins Programm mit eingebunden und aufs Kölsch im "Doping" eingestimmt, zu dem das Trio aufgerufen hatte. Für das Jahr 2004 war das der letzte Auftritt der "MännerKulturen". Die Tournee wird aber im Jahr 2005 fortgesetzt und bis Ende Oktober sind schon 75 Termine in ganz Deutschland fest eingeplant.
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