Menschen, Tiere, Live-Musik
 

von Regina Owert

 

Zoonacht 2005 - Flugschau
Zoonacht 2005 - Flugschau

Am 8. August fand zum achten Mal die Sommernacht in Zoo und Flora statt.

Gegen 19 Uhr war es endlich soweit: Der Einlass zur Sommernacht in Zoo und Flora begann. über 1.000 Besucher stürmten bereits am frühen Abend den Zoo, um Tiere und Künstler zu sehen.
Erster Programmpunkt war die Greifvogelschau des "Wildgehege Hellental", bei der die Greifvögel und Eulen, begleitet von einem amüsanten Kommentator, ihr Können unter Beweis stellten und an einigen Besuchern nur wenige Zentimeter vorbei flogen. Anschließend wurden verschiedene weitere Programmpunkte dargeboten: In der Flora gab es auf einer Gauklerwiese verschiedene Kleinkünstler und Theaterdarbietungen zu sehen, als „Walk Act“ überzeugten die „Flying Butresses“, ein britisches Schaustellerpaar in Puppenverkleidung und schließlich war sowohl im Zoo als auch in der Flora für ausreichend Live-Musik gesorgt. Neben der A-cappella-Gruppe „Nonets“ traten verschiedene Revival-Bands auf und nicht zuletzt auch Linus, hinreichend bekannt aus dem Kölner Tanzbrunnen. Er sorgte mit seiner Band vor dem Zoorestaurant die ganze Nacht über für Stimmung.

Die Hauptattraktion der Sommernacht waren allerdings die Tiere. Der besondere Reiz einer Nacht im Zoo bestand für die meisten Besucher darin, einmal die Nachtaktivität einiger Tiere mitzuerleben. Trotz des schlechten Wetters erschienen so noch am späten Abend zahlreiche Besucher, die jedoch teilweise enttäuscht gewesen sein dürften: Das Affenhaus war um 23 Uhr bereits geschlossen und wie die Erdmännchen hatten sich auch viele andere Tiere im Freigehege bei Einbruch der Dunkelheit an ihre Schlafplätze begeben. Um die Raubkatzen zu beobachten, die für ihre nachtaktive Natur bekannt sind, war viel Geduld erforderlich, denn dadurch, dass die Tiere im Gehege umherliefen, waren sie nur selten in Sichtweite. Ein Verdruss für alle, die nur einen schnellen Blick auf die Löwen und Tiger werfen wollten, ein Genuss für jeden Raubkatzenfreund.
Zoonacht 2005 - Erdmännchen
Zoonacht 2005 - Erdmännchen

Einige Tiere, wie beispielsweise die Pinguine, schienen weder müde, noch darauf aus, sich vor den Besuchern zu verstecken; sie genossen offenbar die zusätzliche Aufmerksamkeit und erfreuten groß und klein bis in den frühen Morgen mit ihrer fidelen Art.
Das erwartete Elefantenbaby blieb aus. Die schwangere Elefantendame ließ sich von den neugierigen Besuchern und den WDR-Kameramännern nicht zu einer Geburt während der Sommernacht drängen. Trotzdem zog das Elefantenhaus, nicht nur wegen des Regens, viele Menschen an.

Durch die Dunkelheit zu später Stunde halfen den Besuchern Lichtinstallationen. Auf dem ganzen Zoo- und Floragelände waren bunte Scheinwerfer und Leuchtstäbe aufgestellt. Diese bahnten zum einen zweckmäßig einen Weg durch die Finsternis und beleuchteten die Tiere bzw. deren Gehege. Zum anderen waren die Lichtquellen teilweise künstlerisch arrangiert und produzierten interessant aussehende Lichtspiele auf den Grünflächen oder in der Luft.
Zoonacht 2005 - Das Trampeltier
Zoonacht 2005 - Das Trampeltier

Bereits 1998 wurde die Sommernacht im Zoo ins Leben gerufen, um einer Vielzahl von Besuchern die Möglichkeit zu geben, die Tiere im Zoo auch einmal nachts zu beobachten. Nachdem der Zoo jedoch „vom Erfolg verfolgt“ wurde, wie Zoodirektor Nogge es formulierte, bezog man die Flora mit ein, um das Gedränge ein wenig zu entzerren. Das Konzept geht auf, auch wenn aufgrund des schlechten Wetters dieses Jahr mit 13.000 Besuchern rund 7.000 Menschen weniger kamen als 2004.

Obwohl viele Tiere nicht oder nur schlafend zu sehen waren, konnten die Besucher einen schönen Abend und eine unterhaltsame Nacht mit Kunst, Musik und kulinarischen Köstlichkeiten verbringen.

 

 


 
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