| Gregoian: Neues von den singenden Mönchen | |||||
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von Michael Vaupel
Denn die "Masters of Chant" hatten mich bereits auf ihren früheren Longplayern gerade mit ihren in diese Richtung gehenden Songs überzeugt. Nach "Metal goes Klassik" nun also "Metal and Dark Rock go Gregorian", ein Crossover der neuen Sorte. Und die Tracklist sieht wirklich viel versprechend aus: Songs von Nine Inch Nails, den Sisters, Nick Cave, Rammstein und good old Ozzy Osbourne - genau meinen Favoriten - ließen meine Vorfreude wachsen. Dann der Moment: CD-Player an, CD rein, Play. Zuerst eine Enttäuschung: Der erste Song "Hurt" ist schwach. Vielleicht auch deshalb, weil die Cover-Version dieses Songs von Johnny Cash einfach unübertroffen ist. Doch es geht positiv weiter: Mit "My Immortal" von Evanescene zeigen die singenden Mönche, dass diese überzeugende Ballade durch gregorianischen Spannungsaufbau noch schöner als das Original gemacht werden kann.
Bei den folgenden Liedern kommt es immer wieder zu Überraschungen ā la "das kenne ich doch, ist das nicht..." Besonders bei den überzeugenden "The Four Horsemen", "Engel" und "If I close my eyes" tritt dieser Effekt ein. (Übrigens: Zu "Engel" gibt es auch eine sehr gute Cover-Version von Scala, siehe Rezension auf der SpiriTV-Homepage!) Mein Fazit: Ein "Gut" - denn für den ganz großen Wurf hat es leider doch nicht gereicht. Die Mönche sind überall dort stark, wo sie sich selbst treu bleiben: Also den gregorianischen Gesang in den Vordergrund stellen, und nicht die Instrumente. Und so den gecoverten Songs ihren eigenen Charakter aufprägen, sie damit uminterpretieren, neue Aspekte betonen. In den Fällen, in denen sie dies nicht tun - wie beim Sisters-Cover "More" - enttäuschen Sie leider. Hier auch völlig unpassend die im Vordergrund stehende weibliche Sängerin und die rockigeren Gitarren, welche zusammen die sympathischen Kuttenträger auf den Status eines Background-Chors drängen. Tracklist: 1. Hurt (Nine Inch Nails)
Gesamtspielzeit: ca. 69 Minuten
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