Stygma IV: Er ist nicht totzukriegen !
 

von Michael Vaupel

 

Stygma IV - Die Band
Stygma IV - Die Band
Er lebt noch, der "True Metal"!

Das beweist die österreichische Band Stygma IV mit ihrer neuen CD "Hell Within". Jeder Schwermetaller, der dem "klassischen Metal" der 1980er nachtrauert, sollte sich diesen Silberling anhören.

Die vier Jungs legen mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer eine gelungene Mischung aus Härte, eingängigen Melodien und Ohrwurmtauglichkeit vor.

Handwerklich solide, ohne Experimente. Das kann man bemängeln - oder gerade gut finden. Ich plädiere in diesem Fall für Letzteres.

Beim Hören von "Hell Within" fühlt man sich - insbesondere dank des Gesangs von Ritchie Krenmaier - sofort an die alten Annihilator ("Set the world on fire") oder auch Größen wie Megadeth erinnert.
Stygma IV: Sänger Ritchie Krenmaier (links)
Stygma IV: Sänger Ritchie Krenmaier (links)

Insbesondere der Opener "Mental Power" geht voll in diese Richtung. Es bleibt beim Powermetal, der ins Ohr geht. Lediglich die teilweise klischeehaften Songtitel ("The Last Stand", "Point Of No Return") nerven etwas.

Es folgt mit "Another World" die fast schon obligatorische Metalballade - die allerdings glücklicherweise ohne Klischees bleibt und deshalb überzeugt. "Shadowman" beginnt hymnenhaft, um dann durchzustarten. Zum Schluss noch eine Coverversion von "music was my first love" - die zwar ebenfalls nicht schlecht ist, aber irgendwie nicht recht ins Konzept passt.

Fazit: Stygma IV - ursprünglich hieß die Band übrigens Stigmata, der Name wurde aus rechtlichen Gründen 1999 geändert - liefern bodenständigen, guten Metal. Nicht mehr und nicht weniger. Hier wird das Rad nicht neu erfunden, die Österreicher gehen keine Experimente ein und bleiben auf ihrem soliden Kurs. Damit machen sie definitiv nichts falsch. Das ist zwar zu wenig für eine Bestbewertung, aber für eine ordentliches "gut minus" reicht es allemal. Ein stärkerer Bekanntheitsgrad wäre dieser sympathischen Band zu gönnen!

Tracklist:

1. Mental Power
2. Point Of No Return
3. The Last Stand
4. Blackhole
5. Hell Within
6. March Of The Legions
7. Legions Of The Damned
8. Night`s Ascending
9. Another World
10. Shadowman
11. Tears
12. Days Of Doom
13. Music

Gesamtspielzeit: ca. 64 Minuten

 

 

 

 

 


 
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