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Ritterspiele auf Burg Satzvey |
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von Sven Hansen
Diese sagenumwobene Zeitepoche ist nämlich mächtig angesagt, weiß der Burgherr und Ver-anstalter der Festspiele, Franz-Josef Beisel von Gymnich zu berichten, wenn er sagt: " Die stehen alle auf Fantasy." Nach dem man die prachtvollen Tore der Burganlage durchschritten hat, erwartet ein nostalgischer Markt seine Kunden. Er weiß mit allerhand, heutzutage exotisch erscheinendem, zu glänzen, wie Maulbeeren, aus südlichen Landen, Shir-Pera, Nok-Mandeln und persische Sul-taninen als Süßwaren aus dem Orient, zudem Eifeler Kartoffel-Fleck, Gemüse-Reis und - man höre und staune - Dom-Kölsch! Aber auch für die Eitelkeit soll gesorgt sein. Neben Tex-tilien und allerhand hölzerner Ketten und Armringen, findet man ein reichhaltiges Sortiment an metallenem Schmuck vor. Die Festspiele, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern, sind mittlerweile ein ge-wachsenes Programm. So können sich die Kleinsten mit Stoffpferden in Rittermontur als eben solche beweisen, oder aber eine Marionette Geschichten erzählen hören. Für die größeren dagegen erscheint der Markt und eine unabdingbare Attraktion wohl viel interessanter. Denn zweifellos ist das große Turnier eines jeden Tages Höhepunkt. Hierhin strömt die Masse, in freudiger Erwartung eines ordentlichen Spektakels, und der Herold (quasi der Moderator) sorgt für die zusätzliche Stimmung. Die Ritter sind in ehrenwerte Gewänder gekleidet, vom Ross bis zur Fahne, alles aufeinander abgestimmt, repräsentieren sie ihre Herkunft. Sei es der Graf von Gäsbeck, der von Württemberg oder, der Sieger der Schlacht von Worringen, Graf Adolf von Berg. Stolz salutieren sie vor der Ehrentribüne und der Gräfin Anna von Gymnich.
Es gilt zahlreiche Geschicklichkeitsprüfungen zu bestehen, wenn sie denn als Sieger das Feld verlassen und als Preis einen Kuss der Gräfin erheischen wollen! Es werden mehrere "Exerci-tia" geritten, in denen "Oculi" - Augen - eingesammelt werden müssen. Zudem müssen Feu-erringe während des Rittes geangelt, oder Wildschweine, bzw. deren hölzerne Imitation, mit der Lanze im Galopp getroffen werden. Doch als grandioser Abschluss ist das freie Gefecht angesetzt, in dem jener gewinnt, dessen Lanze zuerst am Schild des anderen zerbirst...
Der Burgherr hat bereits verkündet, zu Halloween ein spezielles Programm auf die Beine stel-len zu wollen. Er sei ja auch bemüht den "Leuten immer was Neues bieten" zu wollen. Die Veranstaltungen finden an Wochenenden statt, und sind, gegen Vorlage des Studenten-ausweises, für 19DM, in Hinsicht auf das wirklich umfangreiche Angebot, gut erschwinglich. Anfahrt und weitere Informationen findet ihr unter www.burg-satzvey.de . |
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