| "Um die Studiengebühren kommen wir nicht herum" | |||
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von Dimitri Soibel
Für mich als Studenten der Universität Köln stand natürlich das Thema Studiengebühren im Vordergrund. Die CDU will ja im Falle eines Wahlsieges Studiengebühren von 500 € pro Semester einführen. Auf Anfrage stellte Rüttgers klar, dass die CDU nicht die Absicht habe, das BAföG komplett abzuschaffen und verwies in diesem Zusammenhang auch auf Aussagen von CDU-Chefin Angela Merken. Er betonte aber auch, dass er nicht verstehe, weswegen sich die Studenten so über die Studiengebühren aufregen. Für den Abschluss eines Bachelor Studium (6 Semester) seinen ja nur 3000 Euro zu zahlen. Diese Gebühren würden auch erst nach dem Eintritt ins Berufsleben fällig und sollen den Hochschulen zugute kommen. Rüttgers glaube nicht, dass die Gebühren von der Aufnahme eines Studiums abhalten würden. Das nächste Thema der Diskussion war fast genau so spannungsgeladen. Es ging um die Energieversorgung des Landes. Rüttgers betonte, dass der Ausstieg aus der Atomenergie ein Fehler sei. In Zeiten hoher Erdölpreise sei die Kernenergie eine günstige Alternative. Außerdem solle die wertvolle Technologie, die aus Deutschland kommt, nicht verloren gehen. "Wir wollen ja nicht, dass die einzigen Experten im Fragen Atomenergie aus Nord-Korea kommen", stellt Rüttgers fest. Der Kandidat sprach sich auch gegen die Subvention von alternativen Energien aus. Die Förderung von Windenergie und ähnlichem sei zu teuer, auch verschandeln die Windräder nach Rüttgers Meinung das Aussehen der Landschaft und verursachen zu viel Lärm. Solche alternativen Energiequellen seien doch besser in der Nordsee aufgehoben. Er habe zwar im Prinzip nichts gegen die erneuerbaren Energien, so der Herausforderer, nur seien sie momentan zu teuer. Für den Fall eines Wahlsiegs sind vor allem weitere Einsparungen im Haushalt geplant, nach Aussage Rüttgers soll dies durch Bürokratieabbau erreicht werden. Die Bürokratie sei neben der jetzigen Regierung das größte Hindernis zu neuem Aufschwung. Auch kündigte Rüttgers an EU-Subventionen für Firmen zu stoppen, die in Osteuropa investieren. Er vergaß dabei aber, dass dies nur bedingt in der Entscheidungsgewalt der Landesregierung in NRW liegt. Populistische Töne schlug er auch bezüglich der Kriminalitätsbekämpfung an. Die Kriminalität soll durch Schaffung eines Ausländerkommissariats bekämpft werden, welches sich nur mit der Kriminalität durch Ausländer befasst. Sein Schattenkabinett wollte der Herausforderer auf die Frage aus dem Publikum nicht vorstellen. "Solange wir gute Umfragewerte haben, brauchen wir keine neue Publicity", stellt der überraschend ehrliche Kandidat fest. So pünktlich wie die Veranstaltung angefangen hat, wurde sie dann nach eineinhalb Stunden auch beendet.
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