More of God Day 2003

 

von Julian Gran

Am 27.September 2003 verwandelte sich das Stuttgarter Gospel-Forum in eine Pilgerstätte für junge Christen, die abseits von drögen Predigten und staubtrockenen Liturgien einen Erfahrungs- und Meinungstausch über ihren Gottesglauben suchten. Der „More of God Day“ verstand sich dabei als innovative Mischung aus Jugendgottesdienst, Pop-Konzert und Diskussionsplattform. Initiatoren der Veranstaltung waren das Christliche Jugendzentrum Altensteig und die Band Normal Generation?. Zuschauern des Grand Prix 2002 dürfte das Quartett nicht unbekannt sein, machte doch die deutschlandweit erfolgreichste christliche Pop-Band mit dem Motto „Mit Gott zum Grand Prix“ auf sich aufmerksam.

Erste Station des umfangreichen Tagesprogramms war der morgendliche Jugendgottesdienst. Die Teilnehmer erwartete eine überraschend persönliche Predigt des Geistlichen „Goofy“, der aus seinem eigenen Erfahrungsschatz schöpfte, um den Jugendlichen den Begriff Gottes näher zu bringen. Da sein Sohn als Frühgeburt zur Welt kam und im Brutkasten aufgezogen werden mußte, erfuhr Goofy die schmerzliche Distanz zu einem geliebten Wesen, das durch körperlichen Kontakt nicht zu erfassen ist. Genauso verhält es sich mit der Liebe zu Gott: Die Ferne zu einem unberührbaren göttlichen Wesen läßt sich physisch nicht überbrücken, jedoch ist die körperliche Gegenwart einer übernatürlichen Kraft nicht von Nöten, um Zuneigung für sie zu empfinden.

Mittags begannen verschiedene Workshops zu ausgewählten Themen. Wer die körperliche Ertüchtigung dem geistreichen Diskurs vorzog, war in Tanzseminaren am besten aufgehoben. Gesangsfreudige Teilnehmer durften sich in einem Gospel-Workshop an eigenen Interpretationen des Genres versuchen.

Der More of God Day wurde mit einem Konzert beschlossen, bei dem Künstler wie Sarah Brendel, Claas P. Jambor, W4C, Crushead und Nathalie Makoma auftraten. Normal Generation? begeisterten die Jugendlichen mit der Live-Perfomance ihres neuen Albums „Freedom“.

Das war ein Tag More of God.

Interview mit der Band Normal Generation?

SpiriTV:
Warum gibt es den More of God Day?

Normal Generation?:
„Mit dem More of God Day wollen wir beweisen, dass Gott und Glaube nichts mit verstaubten Kirchenbänken zu tun haben. Viel mehr wollen wir zeigen, dass die Liebe Gottes auch heute noch erlebbar ist.“

Jedes Jahr im Sommer veranstalten Normal Generation? noch zusätzlich das More of God Camp. In diesem Jahr waren es gleich zwei Stück.

SpiriTV:
Wie ist die Idee entstanden?

Simon von Normal Generation?:
„Wir sind soviel unterwegs, und wir haben so viele Leute kennengelernt. Und das waren mehr als Fans, das waren einfach unsere Freunde. Deshalb haben wir gesagt, wir möchten eine Woche mit ihnen verbringen und richtig Fun erleben, vor allem aber auch Gott erleben.“

SpiriTV:
Was wird auf dem More of God Camp geboten?

Steve von Normal Generation?:
„More of God heißt Mehr von Gott und ist eine christliche Jugendfreizeit mit über 20 Workshops über Hip Hop, Street Dance, Basketball, Mountainbiking etc. Wir haben eine Menge erlebt, und wir haben Jugendgottesdienste gefeiert, die es so noch nie gegeben hat. Wir haben DJs und Breakdancer auf der Bühne gehabt und auch jedes Mal eine Band. Und das war echt cool.“

SpiriTV:
Was ist das Ziel des Ganzen?

Rebekka von Normal Generation?:
„Unser Ziel ist es, damit Jugendliche zu erreichen, in ihnen die Gaben zu fördern, die in ihnen stecken und sie für Gott zu begeistern.“

 

Info Links:

http://www.normal-generation.de
http://www.More-of-God.de

 

 
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