"Tag der Kraft" in der Sporthochschule Köln

 

Print von Karsten Wiedemann / Filmbeitrag von Michael Restin
Hau Ruck! Hau Ruck! Hau Ruck!
Beitrag ansehen !
56k - Version DSL - Version

Wer hat nicht schon mal spätabends durch die Programme gezappt und ist dann ganz unwillkürlich auf einem der Sportkanäle hängen geblieben; amüsiert von den seltsamen Wettkämpfen, die dort mit bitterer Ernsthaftigkeit ausgetragen werden: Große, unförmig muskulöse Männer, die LKWs ziehen, Ölfässer werfen oder vielleicht zur Abwechslung mal ein Auto über sich fahren lassen.

Ähnliche Szenen spielten sich kürzlich beim ersten "Tag der Kraft" in der Sporthochschule Köln ab. Es galt Traktorreifen zu bewegen, Bierfässer zu tragen oder gar einen Geländewagen durch die Leichtathletikhalle zu ziehen. Das Motto der Veranstalter: Konditions- und Kraftlehre muss nicht immer theoretisch sein, sondern lässt sich durchaus auch am Reifen beziehungsweise am Fass exemplifizieren.

So begann der "Tag der Kraft" denn auch mit einer "Stunde der Wissenschaft", in der jeder sein Fachwissen im Rahmen einer Quizrunde à la "Wer wird Millionär" unter Beweis stellen konnten. Im gut gefüllten Hörsaal hatten die Anwesenden sichtlichen Spaß an dieser alternativen Art der Vorlesungsgestaltung. Dieser theoretischen Einleitung folgte nun die praktische Umsetzung: Zehn Teams (je 2 Frauen, 2 Männer), allesamt Sportstudenten, mit klingenden Namen wie "Conans Erben oder "Jägermeister" traten in der Leichtathletikhalle der SpoHo gegeneinander an, um Kraft und Kondition in verschiedenen Disziplinen zu messen.

Zwei Menschenstärken

Den Anfang macht das Traktorreifen bewegen, natürlich durften die Reifen nicht gerollt oder getragen, sondern mussten der Länge nach durch die Halle überschlagen werden. Jeweils zwei Teams versuchten diese Aufgabe unter dem Gejohle der Zuschauer so schnell wie möglich zu erledigen. Dieser ersten "Aufwärmübung" folgte nun das erste unmittelbare Kräftemessen: Tauziehen. Teilweise mit rutschfesten Handschuhen bewaffnet und unter größtem körperlichen Einsatz wurde nun gezogen, geächzt, gebrüllt und geflucht was das Zeug hält. Minutenlange Matches hielten die Halle in Atem. Es zeigte sich, dass hier Teamarbeit und Willensstärke entscheidender waren, als bloße Kraft.

Im Anschluss fand die Königsdisziplin statt, das "Posing". Die Teams traten an um ihre "gestählten" Körper dem begeisterten Publikum zu präsentieren, der Kreativität der Darstellung waren hier keine Grenzen gesetzt. Unter fachkundiger Moderation gab jedes Team sein Bestes, um sich ins beste Licht zu rücken. Das Applaus-o-meter entschied schließlich.

In den zwei letzten Prüfungen galt es noch einmal Kraft und Kondition unter Beweiß zu stellen. Zunächst mussten Bierfässer, natürlich gut gefüllt, durch die Halle und über verschiedene Hindernisse transportiert werden. Die Damen durften gnädigerweise auf die 10 Liter Größe zurückgreifen, während die männlichen Kollegen das doppelte Volumen bewegen mussten. Soviel Kölsch wurden wahrscheinlich noch von keinem Köbes in so kurzer Zeit bewegt. Das schnellste Team durfte im Anschluss eines der "Gewichte" behalten, um das Nettogewicht des selbigen etwas zu reduzieren.

Kölsch Express......

Zum Finale waren die Teams aufgefordert, die in der Halle bereitstehenden Geländewagen zu ziehen, wobei sich jeweils nur ein Teammitglied als "Motor" betätigen durfte, während die anderen im Innenraum Platz nahmen. Der Gesamtpreis der Veranstaltung bestand übrigens darin ein, Wochenende mit einem baugleichen Wagen und vollem Tank zu verbringen.

Nach der Siegerehrung wurde der erste "Tag der Kraft" mit einer ausgelassenen Feier im "Doping" beendet. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden über die Publikumsresonanz und den Ablauf. Ein zweiter "Tag der Kraft" kommt bestimmt, und bis dahin heißt es weiter nachts durch die Sportkanäle zu zappen.

 

Beitrag ansehen !
56k - Version DSL - Version

 

 

 
Wie gefällt Euch dieser Beitrag? Sagt uns Eure Meinung im Forum !!!
 
zurück ...


© SpiriTV e.V. 2001. Impressum
SpiriTV e.V. ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Seiten.
Hinweise zum RealPlayer