"Als Kölner fühle ich mich verpflichtet, hier zu spielen."

 

von Markus Klausen, Photos: Sandra Scherning

Werner Hippler freut sich auf's Derby.
Vergleiche zwischen Köln und Düsseldorf bringen von Haus aus immer eine gewisse Brisanz mit sich. Fragen wie "Wo gibt es das bessere Bier?" oder "Welche Stadt ist die schönere?" werden dabei wohl nie abschließend beantwortet werden können. Eine kurzfristige Aufklärung der Frage "Welche Stadt hat das bessere Footballteam?" wird es dagegen bereits an diesem Sonntag geben, denn dann treffen die Cologne Centurions in der Landeshauptstadt von NRW auf Rhein Fire.

Für Centurions Head Coach eigentlich eine Woche wie jede andere. Erst wurden gemeinsam mit den Spielern die Videoaufzeichnungen der Partie gegen Hamburg ausgewertet, dann wurde sich intensiv auf das morgige Spiel vorbereitet. Doch trotz aller augenscheinlichen Normalität scheint auch Vaas den Derby-Faktor für seine Zwecke ausnutzen zu wollen. So unternahm er mit seinen Spielern einen kleinen geschichtlichen Exkurs zurück ins dreizehnte Jahrhundert zur Schlacht um Worringen, um die Brisanz der Partie, die er als "das vielleicht wichtigste Spiel des Jahres" bezeichnet, zu verdeutlichen.

Werner Hippler musste man dies natürlich nicht mehr erklären. Der Tight End der Centurions ist der einzige echte Kölner im Team, und der kennt die Geschichte natürlich bestens.
Allerdings ist er sich sicher, dass auch seine Kollegen genau wissen, worauf es am Sonntag ankommt.

Das weiß übrigens auch Peter Heyer, ein weiterer gebürtiger Kölner. Allerdings steht er in der Offense von Rhein Fire. Für Hippler wäre das nie in Frage gekommen. "Als ich gehört habe, dass es in Köln ein Team geben wird, war klar, dass ich da spielen möchte."

"Hip", wie er von seinen Mitspielern genannt wird, wird in dieser Partie mehr Spielzeit von Coach Vaas bekommen wird. Das liegt allerdings weniger am Derby, sondern an der Tatsache, dass sich Tight End Kollege Dan Curley hat eine Knochenfraktur zugezogen hat und bereits zur Behandlung zurück in die USA geflogen ist. Größere Veränderung wird es sonst nicht geben. Quarterback Kevin Thompson wird wieder in der Anfangsformation stehen, um wieder möglichst viele Pässe an seine Mitspieler zu bringen.

Weitere Infos:
Chefsache: Jacques Orthen überklebt Rhein Fire Plakat.
Die Rivalität zwischen den beiden Teams wurde bei den Centurions jetzt übrigens zur Chefsache erklärt. Da Mitarbeiter von Rhein Fire sich erdreistet hatten, direkt beim Büro der Centurions eine Werbetafel mit einem Rhein Fire Plakat zu bekleben, packte Centurions Chef Jacques Orthen jetzt persönlich an. Er überklebte das Plakat seinerseits wieder mit Werbung für sein Team.

Zum ersten Mal überhaupt wird am Ende des Spiels dem Siegerteam der so genannte "Rhein Cup" überreicht. Bei diese Trophäe handelt es sich um einen Wanderpokal, der mal dem Team gehören wird, das als erstes fünf Derbys gewonnen hat.

Die anderen Partien des zweiten Spieltags:
Frankfurt Galaxy - Amsterdam Admirals
Berlin Thunder - Hamburg Sea Devils

 

Info-Links:
www.cologne-centurions.de
www.rhein-fire.de

 

Fotogalerie:
Die Cologne Centurions 2004 & 2005 - NFL Europe Football in Köln



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