Wieder auf World Bowl Kurs - Centurions besiegen Berlin Thunder mit 23 zu 17

 

von Markus Klausen, Photos: Sandra Scherning

Jeder Spielzug war hart umkämpft

"It scared the hell out of me", sagt Peter Vaas rückblickend. Der Trainer der Cologne Centurions meint damit die Szene, die sich gut fünf Minuten vor Ende des Spiels gegen Berlin Thunder zutrug. Nach hartem Kampf hatten seine Spieler einen zwischenzeitlichen 10:17 Rückstand gedreht und waren durch einen Touchdown von Running Back Keylon Kincade erneut in Führung gegangen. Kicker Jimmy Kibble betrat das Feld, um den fälligen Extrapunkt zu erzielen, doch der sonst so sichere Kicker verzog, und das Ei flog nicht wie erwartet durch die Stangen. Somit blieb es bei einem Sechs-Punkte-Vorsprung für die Kölner. "Ich konnte das Endergebnis von 23 zu 24 schon vor meinem geistigen Auge sehen", so Vaas. Ein Touchdown plus Extrapunkt hätte Thunder gereicht. Und in der Tat, viel gefehlt hat dazu nicht. Ganze zweimal kamen die Berliner in den verbleibenden fünf Minuten noch mal in Ballbesitz, einen entscheidenden Schlag konnten sie jedoch nicht mehr landen. Die Defense der Centurions hielt, und der vierte Saisonsieg war perfekt.

Dass es überhaupt noch einmal so spannend werden würde, damit war nach dem ersten Quarter eigentlich nicht zu rechnen. Zu überlegen und konzentriert wirkte das Spiel der Centurions. Peter Vaas hatte seine Jungs perfekt auf den Gegner eingestellt, der es im ganzen ersten Viertel nicht schaffte, ein neues First Down zu erreichen. Die Kölner schafften dagegen direkt im ersten Drive den ersten Touchdown des Spiels Quarterback Kevin Thompson legte den Grundstein mit einem sensationellen 56 Yard Pass, den Jamin Elliott in der Red Zone der Berliner fing. Von dort aus war es dann Keylon Kincade, der den Ball in die Endzone trug. Eine gute Minute vor Ende des Quarters konnte Jimmy Kibble den Vorsprung mit einem Field Goal aus 38 Yard Entfernung auf 10 zu 0 erhöhen.
Machte seinem Trainer richtig Angst - Jimmy Kibbles verpasster Extrapunkt

Im zweiten und dritten Spielabschnitt schlichen sich dann Fehler bei den Kölnern ein, die Thunder zurück ins Spiel brachten. Zwei Touchdowns von Michael Jennings und ein Field Goal von Kicker Kevin Miller sorgten für den Führungswechsel. Jetzt schien es als würden sich die Berliner nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen. Doch die Centurions bewiesen große Moral und kämpften sich ins Spiel zurück. Erst schaffte Kory Chapman den Ausgleich zum 17:17, bevor Keylon Kincade den Sieg mit seinem zweiten Touchdown perfekt machte. Mit dem Erfolg schlossen die Kölner zu den Amsterdamern und den Berlinern auf und haben nun ihrerseits vier Siege und zwei Niederlagen auf ihrem Konto.

Im Anschluss war es Peter Vaas noch einmal besonders wichtig darauf hinzuweisen, dass ein Sieg ohne die Unterstützung der Fans nicht möglich gewesen wäre. Da aber wieder nur gut 9000 Fans den Weg ins Stadion fanden, appellierte er noch mal dringlich an alle, dass sie zum nächsten Spiel doch am besten noch ein, zwei Freunde mitbringen, damit es auch im nächsten Jahr noch in Football in Köln zu sehen gibt.

Stimmen zum Spiel

Weitere Infos:
Das Ergebnis nach Vierteln: (10:0, 0:7, 0:10, 13:0)

Die anderen Partien des sechsten Spieltags:
Rhein Fire - Hamburg Sea Devils: 24:19
Amsterdam Admirals - Frankfurt Galaxy: 48:10

Die Tabelle nach dem sechsten Spieltag:

PlatzTeamGewonnenVerlorenUnentschieden
1Amsterdam Admirals
4
2
0
2Cologne Centurions
4
2
0
3Berlin Thunder
4
2
0
4Hamburg Sea Devils
3
3
0
5Frankfurt Galaxy
2
4
0
6Rhein Fire
1
5
0

Am nächsten Spieltag müssen die Cologne Centurions wieder in der Fremde ran. Am Samstag, den 14.05.2005, geht die Reise nach Frankfurt zur Galaxy.

Info-Links:
www.cologne-centurions.de
www.berlin-thunder.de

Fotogalerie: Die Cologne Centurions 2004 & 2005 - NFL Europe Football in Köln

 

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