| Sporttauchen in Spanien |
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| von Stephan Oster
Seit nunmehr sieben Jahren bietet die Deutsche Sporthochschule eine vertiefende Ausbildung im Sporttauchen an. Was als Kleiner Schwerpunkt Tauchen’ im Wintersemester 1995/96 begann, wird in modifizierter Form als sportartenspezifischer Spezialisierung im Hauptstudium angeboten. Auch in diesem Jahr führte wieder die abschließende 12-tägige Seminarfahrt in das katalanische Städtchen Roses, das unmittelbar hinter der französisch-spanischen Grenze an der Costa Brava liegt. Hier bietet die Tauchbasis „Centro Inmersion Roses“ hervorragende Bedingungen zur Durchführung dieses Seminars. Im Vordergrund stand dabei die Ausbildung, die während des Sommersemesters im Fühlinger See begonnen hatte, weiter auszubauen, zu festigen und auf die Bedingungen im Meer zu übertragen. Durch zwei Tauchgänge pro Tag wurden Übungen wie z.B. „Umweltgerechtes Tauchen“, „Gewässerbeobachtung“, „Gruppenführung“, „Tauchsicherheit und Rettung“ sowie „Orientierung beim Tauchen“ von den Teilnehmern organisiert und durchgeführt. Zum Ende jeden Tages wurde der Ablauf der Übungen reflektiert und durch Referate vertieft. Unter der Leitung von Dr. Uwe Hoffmann und der organisatorischen Mithilfe von Konrad Lange nahmen neben 15 Studierenden der Spezialisierung insgesamt 30 tauchbegeisterte Hochschulangehörige an der Fahrt teil. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass mit dieser Veranstaltung auch fünf Studierende als Tauchlehrer des Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) ihre Prüfung auch unter den Augen des VDST-Prüfers Paul Mai ablegten. Dies kann als besondere Anerkennung der universitären Ausbildung gewertet werden. Zu den weiteren Teilnehmern gehörten Studierende, die ebenfalls die Tauchausbildung anstreben und es sich nicht nehmen lassen wollten, um an den Tauchgängen im Mittelmeer teilzunehmen und sich so einen ersten Eindruck von der weiterführenden Ausbildung zu verschaffen. Amüsanter Nebeneffekt dieser Fahrt: Selbst die Busfahrer, die vor längerer Zeit einen Tauchschein gemacht hatten, wurden wieder für das Tauchen begeistert und nahmen kurzum an den Tauchgängen teil.
Trotz des vorrangigen Ausbildungszieles kam der Spaß bei allen Teilnehmern im und am Wasser nicht zu kurz. Soweit es die Stickstoffansättigung zuließ, wurde zu späterer Zeit noch am Strand ein wenig Volleyball gespielt. Für besondere Begeisterung sorgten ebenfalls die Fußballturniere, die bis spät in den Abend ausgefochten wurden. Allerdings bestand keine gesundheitliche Gefährdung, denn alle Fußballaktionen fanden nur virtuell auf einer mitgebrachten Playstation statt. Das kulturelle Angebot wurde mit einer Fahrt zum nah liegenden Dali Museum in Figueras abgerundet. Den Abschluss bildet ein inzwischen traditionelles Abschlussessen in einem typischen katalonischen Restaurant. Fazit: In den 12 Tagen in der schönen Umgebung des
Mittelmeeres mit Muräne, Conger, Tintenfisch und Co. ist nicht nur
ein phantastischer Einblick in die Flora und Fauna der Costa Brava gelungen,
sondern es wurden auch sehr viele theoretische Inhalte praxisnah studiert.
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