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"Hot Dogs, Hits und Homeruns": Softball in Köln |
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von Jan Szyska Die Sportart Fussball läßt vielfältige Definitionen zu: die wohl bekannteste ist die von Gary Lineker, englischer Nationalstürmer: "Fussball ist, wenn 22 Spieler einem Ball hinterherlaufen und am Ende gewinnt immer Deutschland." Fussball, deutschlandweit, europaweit, weltweit die Nummer 1. Aber es gibt Nachwuchsprobleme. Neue Trendsportarten laufen den etablierten Sportarten den Rang ab. Unter den prozentual am stärksten boomenden Sportarten liegt Baseball und dessen weibliche Variante Softball im vorderen Bereich. Doch was ist Softball? Ein Besuch im Kölner Baseballstadion soll
helfen, diese Sportart näher kennenzulernen, wobei der Begriff Stadion
so nicht stimmt, Baustelle wäre momentan angemessener, denn die Tribünen
wurden in Vorbereitung auf die Europameisterschaft gerade erneuert. Die Erklärung der Sportart Softball würde an dieser Stelle sicher den Rahmen sprengen. Vielleicht nur soviel: gespielt wird nicht auf Zeit, es gibt auch keine Halbzeit. Stattdessen wird in sieben Innings gespielt, d.h. in einem Inning darf jede Mannschaft, einfach umschrieben, einmal schlagen (also angreifen) und einmal fangen (also verteidigen). Die Sportart an sich läßt sich mit dem bekannte Brennball vergleichen. Allerdings ist der große Bruder, das Mutterland des Softballs, die USA, in der Sprache ständig präsent, so daß vieles schwerer erscheint als es ist. Die unzähligen Fachbegriffe wie Fly-Out, Pitchen, Strike, Base usw. lassen den Neuling meist ahnungslos rumstehen. Beim ersten Besuch geht das aber jeden so. Beim zweiten Mal verstehst du dann ein wenig mehr, aber eigentlich durchschaust du das Spiel erst frühestens nach dem dritten Spielbesuch erklärt die Würstchen, nein, Hot-Dog Verkäuferin. Das Bundesligaspiel zwischen den Cologne Cardinals und den Mainz Athletics
dauert insgesamt zwei Stunden und endet mit einem 6:4 Sieg für die
heimischen Cardinals. Obwohl die Kölner nur relativ knapp gewinnen,
kommt keine richtige Spannung auf. Neben dem eher langsamen Tempo der
Sportart und den vielen Pausen dürfte das auch an dem nicht vorhandenen
Zuschauerinteresse liegen. Den Spielerinnen selber scheint dies aber nicht
allzuviel auszumachen, sie motivieren sich untereinander. Sollte diese Verbesserungen erfolgen, läßt sich der Sportart
Softball eine Zukunft in Deutschland vorhersagen. Ansonsten könnte
es bald heißen: Kommentar: Weitere Links:
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