SpiriTV - ... gemeinsam Medien machen
Cologne Falcons: 41:24 gegen Darmstadt

von Dimitrios Papatheodorou; Foto: Kurt Tillmann; Grafik: Cologne Falcons

Die Sonne lachte über dem Südstadion, ebenso wie die rund 1.000 Fans der Cologne Falcons, die das Spiel ihrer Mannschaft gegen die Darmstadt Diamonds von den Rängen verfolgten. 41:24 hieß es am Ende, was den ersten Sieg der Kölner in der Saison 2008 bedeutete.

Dabei ließ sich das Spiel überhaupt nicht so gut an, wie es das Endergebnis nahelegt. Die Falcons verschliefen das erste Viertel komplett und mussten bereits im ersten Drive der Darmstädter einen Touchdown durch Christopher Arnold hinnehmen. Fast wären die Gäste noch einmal von Kölns 2-Meter-Linie zu Punkten gekommen, doch es gelang der Verteidigung, den Spielstand von 0:7 in das zweite Viertel zu retten. Nun fanden die Falcons zu ihrem Spiel und setzten die Diamonds massiv unter Druck. Luon Spearman sorgte mit einem Touchdown-Lauf für den Anschluss, und kurz darauf tat es ihm der neue Quarterback Toby Henry gleich, als er den Ball selbst über 20 Meter zum Touchdown trug. Einschließlich der verwandelten Extrapunkte hatten die Falken den Rückstand zur Halbzeit in eine 14:7-Führung verwandelt.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte machten die Kölner dann endgültig deutlich, dass sie das Spiel nicht mehr aus der Hand geben würden. Luon Spearman trug den Kickoff-Return über 77 Yards zum abermaligen Touchdown in die gegnerische Endzone. Darmstadt kam zwar noch einmal durch ein Field Goal zu Punkten, doch ein weiterer Lauf von Spearman über 56 Meter und ein 47-Meter-Pass auf Phillip Stentzel führten zu den Kölner Touchdowns vier und fünf. Im letzten Viertel erzielte Luon Spearman dann seinen vierten Touchdown des Abends und beendete damit den Kölner Angriffsreigen. Die Diamonds rissen sich unter Führung ihres gut aufgelegten Quarterbacks Darius Outlaw noch einmal zusammen und kamen in der Endphase des Spiels noch einmal zu zwei Touchdowns, durch die der Endstand von 41:24 hergestellt wurde.

Das Spiel beider Mannschaften war geprägt von zahlreichen Unkonzentriertheiten, die sich in Raumstrafen, Turnovers und verschossenen Field Goals niederschlugen. Letztlich gab die überragende Leistung von Kölns Luon Spearman den Ausschlag, der bereits jetzt deutlich gemacht hat, dass er eine der wichtigsten Verstärkungen des Kölner Teams seit langer Zeit ist. Doch auch Toby Henry, als Ersatz für den verletzten Quarterback Eddie Echols an den Rhein gekommen, machte seine Sache gut. Sein starker Wurfarm und seine gute Übersicht machten das Kölner Offensivspiel variabel und gemeinsam mit dem geschickten Laufspiel von Spearman für den Gegner schwer kalkulierbar. Wenn es Cheftrainer Michael Hap gelingt, alle Mannschaftsteile weiter zusammenzuschweißen, haben die Falcons gute Aussichten, in dieser Saison eine wichtige Rolle in der GLF Nord zu spielen.

Bereits am kommenden Samstag ist der amtierende Meister Braunschweig Lions im Südstadion zu Gast (Anpfiff um 18:00 Uhr).

Link: www.cologne-falcons.de