| | von Dimitrios Papatheodorou; Foto: Kurt Tillmann; Grafik: Cologne Falcons
Im letzten Heimspiel der regulären Saison haben die Cologne Falcons doch noch ein Erfolgserlebnis feiern können. Vor 2.314 Fans besiegten die Kölner die Gäste aus Dresden buchstäblich in letzter Sekunde mit 26:21.
Nachdem sich die Mannschaften während des ersten Viertels noch mehr oder weniger abgetastet hatten, kamen die Dresdner im zweiten Durchgang nach einem Touchdown-Lauf ihres Quarterbacks Tony Hollings erstmals zu Punkten. Den Falcons gelang zwar durch einen schönen Pass des gut aufgelegten Spielmachers Toby Henry über 60 Meter auf Phillip Stentzel ihrerseits ein Touchdown zum zwischenzeitlichen Ausgleich, doch noch vor der Pause erhöhten die Gäste erneut durch einen Touchdown-Lauf von Hollings auf 14:7 nach dem Extrapunkt.
Abermals verstrich ein ganzes Spielviertel, ohne dass eine der beiden Mannschaften punkten konnte. Erst im letzten Durchgang konnte Receiver Niklas Römer einen Pass von Toby Henry über 23 Meter zum zweiten Kölner Touchdown fangen. Nach verwandeltem Extrapunkt war erneut der Ausgleich geschafft, doch wie so oft in dieser Saison gelang es den Falcons nicht, den Gegner im Anschluss an einen eigenen Erfolg zu kontrollieren, und so legten die Monarchs zum dritten Mal vor, diesmal durch einen 15-Meter-Lauf in die Kölner Endzone. Doch an diesem Tag waren die Kontrahenten im Südstadion annähernd gleich stark, und die Falcons arbeiteten sich ihrerseits wieder bis an die Endzone der Gäste heran. Der starke Toby Henry landete einen weiteren Touchdown-Pass auf Niklas Römer, diesmal über 12 Meter. Kölns Head Coach Michael Hap entschied sich nun statt für den Extrapunkt für eine Two-Point-Conversion, um so in Führung zu gehen, doch der Versuch misslang. Nun mussten die Falcons auf jeden Fall noch einmal punkten, und es gelang ihnen sogar, trotz missglücktem Onside-Kick, schnell wieder in Ballbesitz zu kommen und sogar bis an die gegnerische Endzone vorzustoßen. Zwei Versuche, durch Laufspiele zum Touchdown zu kommen, misslangen, und so warf Toby Henry wenige Sekunden vor dem Abpfiff einen weiteren Pass in die Endzone, der zwar daneben ging, doch eine Raumstrafe gegen Dresden wegen Passbehinderung nach sich zog. Im nächsten Anlauf bewies Henry abermals seine Nervenstärke und seinen exzellenten Wurfarm, als er Erskine Baker in der hintersten Ecke der Endzone anvisierte. Der Ball fand sein Ziel und das Spiel war zugunsten der Gastgeber entschieden. Dass auch diesmal erfolglos eine Two-Point-Conversion versucht wurde, war nun nicht mehr so wichtig.
Der Sieg war ein versöhnlicher Saisonabschluss für die Fans im Kölner Stadion, die in diesem Jahr nur wenig Grund zur Freude hatten. Es bleibt abzuwarten, ob die Falcons den Schwung aus dieser Partie in das nun anstehende letzte Saisonspiel gegen die Berlin Adler mitnehmen können, um so mit einer positiven Grundstimmung in die dann folgende Relegation zu gehen.
Link: www.cologne-falcons.de
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