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Cologne Falcons: Am Rande des Abgrundes

von Dimitrios Papatheodorou; Grafik: Cologne Falcons

Die Cologne Falcons stehen mit einem Bein in der zweiten Liga. Das erste der beiden Relegationsspiele gegen die Assindia Cardinals aus Essen ging mit 17:24 verloren. Jetzt muss beim Rückspiel in zwei Wochen ein Sieg mit acht Punkten Vorsprung her, um einen Verbleib in der höchsten Spielklasse sicherzustellen.

Von Beginn an wurde deutlich, dass den Kölnern eine komplett verkorkste Saison in den Beinen und Leibern steckte, während die Gäste auf einer Wolke des Erfolgs schwebten, die sie auch durch dieses Spiel tragen würde. Die Falcons sahen im ersten Spielviertel kein Land und mussten prompt zwei Touchdowns der unspektakulär, aber solide aufspielenden Essener hinnehmen. Der zweite Punktgewinn war für die Platzherren besonders peinlich, da er aus einem stümperhaften Ballverlust nach einem gegnerischen Kickoff zustande kam. Erst im zweiten Viertel konnten die Falcons ihre Leistung ein wenig verbessern und gelangten noch zu einem Touchdown durch Niklas Römer, der einen Pass des Aushilfs-Quarterbacks Philip Stentzel über 45 Yards in der Endzone fangen konnte. Beim Stand von 7:14 gingen die Teams in die Pause.

Kölns Head Coach Michael Hap hatte in der Halbzeitpause verstärktes Passspiel angeordnet, und prompt kamen die Falcons deutlich besser ins Spiel. Ein weiterer Touchdown-Pass von Philip Stentzel auf Niklas Römer egalisierte den Spielstand und ließ die Gastgeber nochmals hoffen. Doch insbesondere die Defense Line der Kölner hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, und so konnten die Essener, die sich nie aus der Ruhe bringen ließen, ein weiteres Mal zum Touchdown kommen. Nachdem im letzten Spielviertel auch noch ein Field Goal über 44 Meter dazu kam, war das Schicksal der Falcons besiegelt, die nur noch auf Schadensbegrenzung hoffen konnten. Immerhin gelang ihnen dies, als Janus Kaczenski den Rückstand durch ein Field Goal unmittelbar vor Spielende noch auf sieben Punkte zurückführen konnte.

Im Südstadion standen sich zwei Teams mit ähnlichen spielerischen Qualitäten gegenüber. Den Unterschied machte die geistige Verfassung: Köln spielte gegen den Abstieg, Essen für den Aufstieg. Cheftrainer Michael Hap hat nun zwei Wochen Zeit, um seiner Mannschaft diese Einstellung auszutreiben. Gelingt ihm dies nicht, müssen die Cologne Falcons wohl den bitteren Gang in die zweite Liga antreten.

Link: www.cologne–falcons.de