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von Christina Helm
Der neueste Film von Lasse Hallström möchte anhand des Beispieles der innigen Beziehung zwischen einem Mann und einem Hund zeigen, dass eine echte Freundschaft zwischen Mensch und Tier über das Leben hinaus andauern kann. Beruhend auf der wahren Geschichte des Universitätsprofessors Hidesaburo Ueno und seines Akita-Hundes Hachiko aus den 1930er Jahren erzählt der Film von der tiefen Verbundenheit der beiden und der berührenden Treue des Hundes. Der Universitätsprofessor Parker Wilson (Richard Gere) findet eines Winter-Abends bei der Rückkehr von einer Reise einen jungen Akita-Welpen alleine am Bahnhof. Zunächst empfindet er hauptsächlich Mitleid mit dem herrenlosen Hundejungen, aber schon nach ein paar Tagen - in denen er seiner Frau Cate (Joan Allen) zuliebe nach möglichen Besitzern des Akita sucht – erobert dieser sein Herz. Hachiko darf bei der Familie Wilson bleiben und zwischen Mann und Hund entwickelt sich eine innige Verbundenheit und Freundschaft. Jeden Morgen begleitet Hachiko Parker zum Bahnhof, von wo aus dieser zur Arbeit fährt, und holt ihn abends wieder dort ab. Eines Tages jedoch wartete der Akita vergeblich auf die Rückkehr des Professors: Parker ist in einer Vorlesung an einer Herzattacke gestorben. Hachiko lässt sich von nichts und niemandem davon abhalten, jeden Abend pünktlich um 17 Uhr vor dem Bahnhofseingang zu sitzen und (vergeblich) auf die Heimkehr seines menschlichen Freundes zu warten. Wie der englische Untertitel indiziert, ist in diesem Film der Hund der Hauptdarsteller und nicht der Mensch. Um dies zu unterstreichen sind einige Teile der Narration aus der Perspektive des Hundes gezeigt, der Zuschauer sieht quasi mit Hachikos Augen (inklusive der Reduktion der Farben auf Graustufen). Manchmal unterstreicht es wirklich die Stimmung des Moments, aber dann wieder wirkt es übertrieben. Genauso ist es mit dem Musikeinsatz: Die sehr bewegende Filmmusik von Filmkomponist Jan A. P. Kaczmarek schafft es wirkungsvoll, die Stimmung des Bildes zu vertiefen, an manchen Stellen leider bis zum Kitschigen. Fazit: „Hachiko“ ist ein ruhiger, emotionaler Film, der mehr auf Stimmungen und Gefühle des Zuschauers setzt (manchmal zuviel), als auf eine spannungsgeladene Story. Wer nicht nur bespaßt werden möchte, sondern auch Freude an einer vor allem gegen Ende hin leicht melancholischen Geschichte hat, wird an diesem Film Gefallen finden. Hundenarren können natürlich sowieso die Kinosäle stürmen. Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft USA 2009 Länge: 93 Minuten Regie: Lasse Hallström Bild: Verleih Kinostart: 12.11.2009 | ||
