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von Dimitrios Papatheodorou; Fotos: Sandra Scherning
Vor 35.087 Zuschauern, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalteten, begannen die Centurions wie so oft in dieser Saison eher behäbig mit Laufspielen. Bereits im zweiten Spielzug der Partie wurde dabei der zweite Running Back A.J. Harris verletzt und musste aus dem Spiel ausscheiden. Köln beendete diesen Drive mit einem Punt. Galaxy zeigte im Gegenzug, dass man unbedingt entschlossen war, als Sieger vom Platz zu gehen. Quarterback J.T. O’Sullivan führte sein Team mit abwechselungsreichem Spiel bis an Kölns 25-Yard-Linie, wo sich die Frankfurter entschlossen, einen vierten Down auszuspielen. Die Kölner Defense hielt zwar dieses Mal und erlangte so den Ball zurück, doch es hatte sich bereits jetzt gezeigt, dass die Gäste einen schweren Abend vor sich haben würden. Die nächste Angriffsserie der Frankfurter führte sie bis in die Kölner Red Zone, wo Rhys Lloyd ein Field Goal von der 11-Yard-Linie zum 3:0 verwandelte. Im direkten Gegenzug bot sich den Centurions die Chance zum Ausgleich, als sie an Frankfurts 22-Yard-Linie ein Field Goal versuchten. Doch Kicker Nick Novak verschoss zum siebten Mal in dieser Saison und die Kölner blieben im Rückstand. Nun begann die stärkste Phase der Frankfurter. Zwei Pässe über 12 bzw. 17 Yards von Quarterback Kevin Eakin sorgten für den Pausenstand von 17:0 aus Frankfurter Sicht. Die Centurions hatten kein Mittel gefunden, die Frankfurter Offense zu stoppen und gleichzeitig auch nicht gezeigt, dass sie der Frankfurter Abwehr gefährlich werden könnten. Die zweite Halbzeit setzte zunächst die Eindrücke aus der ersten fort. Der erste Frankfurter Drive führte auch gleich
Frankfurts Cheftrainer Mike Jones, der sein Team zum dritten Mal in Folge in das Endspiel geführt hat, sprach im Anschluss von einer „wunderbaren Saison für uns. Die Mannschaft war heute gut vorbereitet und hat unser System hervorragend umgesetzt.“ Sein Gegenüber, der Kölner Interimscoach John Lyons erklärte, „wir haben heute ein paar Fehler gemacht, weshalb wir besonders in der ersten Halbzeit große Probleme hatten, unser Spiel zu entwickeln. Aber Frankfurts Offensive war auch sehr stark. Hinzu kommt, dass die Fans hier extrem laut waren, was uns einige Schwierigkeiten bereitet hat.“
Am Rande des Spielgeschehens erlebte der Kölner Werner Hippler einen bitteren Abend. Nach 11 Saisons und 106 Spielen war dies seine letzte Partie als Profi-Footballer. Der 37-Jährige, der zwischen 1995 und 2004 für Frankfurt spielte, stand mit Galaxy fünf Mal im World Bowl und gewann die Meisterschaft drei Mal. Hippler ist damit der Rekordspieler der Liga. Nach dem Spiel würdigte der Kölner Geschäftsführer Hauke Wilkens den Tight End: „Mein besonderer Dank geht heute an Werner Hippler. Wir werden ihn auf dem Spielfeld sehr vermissen, doch er wird uns als Promotion-Direktor erhalten bleiben.“ | ||||


