SpiriTV - ... gemeinsam Medien machen
Cologne Centurions: Die Wochen der Wahrheit

von Dimitrios Papatheodorou; Foto: Sandra Scherning

Die Cologne Centurions können derzeit zufrieden sein. Nachdem man innerhalb von drei Wochen Rhein Fire zwei Mal geschlagen und sich mit vier Siegen aus sechs Spielen auf Platz zwei der Tabelle gesetzt hat, darf man sich schon ein wenig freuen. Doch auf den Lorbeeren ausruhen sollten sich die „Feldherren des Football“ tunlichst nicht, denn es gibt noch einige harte Nüsse zu knacken.

Bereits am Freitagabend treten die Centurions in Amsterdam bei den Admirals an. Aufgrund der Gestaltung des Spielplanes sind die beiden Mannschaften bisher noch nicht aufeinander getroffen. Ob dies ein Vor- oder ein Nachteil ist, wird sich erst noch zeigen. „Wir werden sehen wie stark die Admirals sind, und sie werden sehen, wie stark wir sind“, erzählt Head coach David Duggan. Die Admirals haben wie die Centurions nur eines der letzten vier Spiele verloren und sich anscheinend gut von ihrem verpatzten Saisonauftakt erholt. „Das haben wir allerdings auch getan“, so Duggan. „Amsterdam hat ein gutes Pass- und Laufspiel, und ihre Defensive ist solide. Für unsere Abwehr wird das eine Herausforderung. Im Angriff werden wir weiter unsere Philosophie von starkem Laufspiel verfolgen.“

Zum insgesamt positiven Bild der Cologne Centurions passt, dass Linebacker Philippe Gardent zum zweiten Mal hintereinander zum „National Player of the Week“ gekürt wurde. Der Franzose, der die vergangene Saison der NFL in der Practice Squad der Washington Redskins verbrachte, führt die Liste der Verteidiger mit derzeit 49 Tackles an. Im letzten Jahr wurde Gardent mit 70 Tackles zum besten Verteidiger der Liga gewählt, und der 28-Jährige ist auf dem besten Wege, diesen Titel zu verteidigen. Derweil musste die Mannschaft einen Ausfall hinnehmen: Center Cody Douglas verletzte sich im Spiel gegen Rhein Fire und musste in die USA zurückkehren. Für ihn ist Kenton Johnson zum Team gestoßen, der bereits in Tampa mit den Centurions trainiert hat.

Die nächsten Spieltage werden eine Feuerprobe für die Centurions, denn es geht nur noch gegen direkte Konkurrenten in der Tabelle. In zwei Wochen gastiert mit den Hamburg Sea Devils die Mannschaft am Rhein, die bisher die meisten Punkte in der Liga erzielt hat, anschließend folgt das Rückspiel gegen Amsterdam, bis es am letzten Spieltag nach Frankfurt geht. Nach gegenwärtigem Stand folgt also ein Top-Spiel dem nächsten, und Coach Duggan glaubt weiter an den Erfolg: „Ich mag diese Mannschaft, und ich glaube, dass sie es bis in den World Bowl schaffen kann. Wir müssen nur weiter jede Woche hart arbeiten und uns verbessern, dann ist alles möglich.“