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von Dirk Borchardt
Am Abend des 5. November luden die Museen der Stadt ein und jede Menge ausgeschlafene Kölner kamen. Unter den 40 teilnehmenden Museen und 50 Sonderausstellungen war für jeden etwas dabei.... So zum Beispiel das Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring, laut Programmheft eines der bedeutendsten Völkerkundemuseen in Deutschland. Tatsächlich findet man hier mehrere beeindruckende Sammlungen aus den Kulturen der ägypter, Asiaten, Indianer und Eskimos – zusätzlich gab es in der Nacht ein vielseitiges Rahmenprogramm. In mehreren Veranstaltungsräumen traten unter anderem eine Schamanengesangsgruppe und ein afrikanischer Weltmusiker auf.
Eines der kleinsten teilnehmenden Museen war sicherlich das Museum für verwandte Kunst in der Genter Straße. Auf der Ausstellungsfläche, die nicht größer war als ein durchschnittliches Wohnzimmer, wurden Skurrilitäten ausgestellt. Wer gerade aus einem der klassischen Museen kam, musste sich vielleicht erst kurz daran gewöhnen, hier einen Vorhang aus alten Barbie-Puppen und ein Wandmuster aus Ministeck zu finden. Das Highlight war das „Coellner Zimmer“, der Nachbau eines Esszimmers, das vom Stuhl über die Lampe bis zum Globus komplett aus Klebeband besteht. Wer um 3 Uhr immer noch nicht genug hatte und sich auch noch nicht auf der Party im Foyer des Museum Ludwig verausgabt hatte, konnte im Stadtgarten zu electronic Beats auf der offiziellen Afterparty feiern und sich schon mal auf das nächste Jahr freuen. www.museumsnacht-koeln.de www.stadtrevue.de | |||

